R.E.M.:

Fables Of The Reconstruction

CBS 26 525
Bill Berry (d,b,v)
Peter Buck (g,b)
Mike Mills (b,g,k,v)
Michael Stipe (v)
Feeling Gravitys Pull
Maps And Legends
Driver 8
Life And How To Live It
Old Man Kensey
Cant Get There From Here
Green Grow The Rushes
Kohoutek
Auctioneer (Another Engine)
Good Advices
Wendell Gee
Bonus Tracks On Reissue
Crazy
Burning Hell
Bandwagon
Driver 8 (live)
Maps And Legends (live)

ME/S-Review

In der langweiligen College-Stadt Athens, Georgia, wo R.E.M. herkommen, kümmert man sich einen Dreck um Mode und Trend. Auch auf dem dritten Album - nach MURMUR und RECKONING, das vor gut einem Jahr zur "Platte des Monats" avancierte - frönen die vier amerikanischen Freunde ihrem Faible für verschlafene, verquere, überaus melodische Popmusik, deren Wurzeln bis tief in die Sechziger hinabreichen. Pete Buck zupft seine Gitarre bevorzugt in Byrds-Manier; der ineinanderfließende Lead-Chor-Gesang und die Harmoniefolgen könnten ebenso leicht auf die Burrito Brs., Buffalo Springfield oder die frühen C, S, N & Y zurückgeführt werden. Banjo und Geige sorgen für subtiles Country-Flair.
Joe Boyd, nach dem Produzententeam Easter/Dixon der neue Mann im Kontrollraum, hat mit den raffiniert-einfachen R.E.M.- Farben komplexe Klangbilder gemalt. R.E.M. sind auf verhaltene Weise dynamisch, auf unaufdringliche Weise einfallsreich, sie sind, mit einem Wort, gut.

Werner Theurich in Musikexpress/Sounds

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